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GEN-MANIPULATION UND HUMANGENETIK: TECHNIK UND MENSCH

 

1. Gene und Technologie

 

Grundlagen Genstruktur

Genstruktur Eukaryonten.

Exkurs Mutationen; Varianten von Genen entstehen durch Mutationen (Polymorphismen/Allele).

Genmutationen mit eindeutiger körperlicher und/oder geistiger Behinderung sind die Ausnahme.

Mutationen und genetische Variation als Zukunftssicherung und normaler Bestandteil der Entwicklungsgeschichte von Organismen.

 

Gentechnologie

Fortschritte der 50er/60er, 70er/80er und 90erJahren.

Bekannte Genkarten von Pro- und Eukaryonten.

Gen-Chip Technologien.

 

Genmanipulation

Genstruktur ist verstanden, aber genetische Regulation ist komplex und flexibel.

Problem der therapeutisch zielgerichteten Anwendungen (u.a.: Gentherapie).

Anwendungen Therapeutikaherstellung (u.a.: Insulin, Epo).

Anwendung Diagnostik (u.a.: Serum-/Zelldiagnostik mit Antikörpern, Gensonden).

 

Gentherapie

Begriffsbestimmung.

Optimierung (u.a.: Gentransfersysteme, Steuerung, Zellspezifität).

Forschung und klinische Anwendung.

 

2. Humangenetik und Mensch

Erforschung erblich bedingter Krankheiten und molekulargenetische/zellbiologische Gen- Phänotyp Beziehung und molekulare Regelkreise: früher und heute.

 

Genotyp – Phänotyp

Monogenetische Erkrankungen/Variationen sind seltener; polygenetische Erkrankungen/Variationen sind häufig.

Phänotyp nicht immer sicher vorhersagbar: Gene wirken im genetischen Hintergrund.

Der genetische Apparat ist nicht starr.

 

Genotyp – Populationsgenetik

Der Genaustausch zwischen Individuen ist von großer Bedeutung für die Minimierung genetischer Risiken von Individuen und der Population.

Genetische bedingte schwere körperliche und geistige Beeinträchtigungen bei Einzelnen nie beseitigbar.

Abschätzung Weitergabe von „nachteiligen“ Genen über die Keimbahn.

Problem für die Fitness einer Population: Neumutationen aufgrund toxischer Umweltnoxen.

 

Genetische Diagnose und Beratung

Individuen/Familien: Genetische Diagnose und Prognose; Beratung und Hilfe (Beratung kann familienplanerisch sogar geburtenfördernd sein).

Institutionen: Risikoabschätzung neuer Umweltnoxen auf Genstabilität/Populationsgenetik.

„Nebenwirkungen“ der genetischen Diagnostik (u.a.: familiär bedingte Tumorerkrankungen und Recht auf Nichtwissen; wenn der Vater nicht der biologische Vater ist).

Nicht-Direktivität der humangenetischen Beratung und Hilfe.

Übergeordnete Institutionen und deren auf Einflussnahmen auf individuelle Entscheidungen.

 

3. Biomedizinische, soziale, ethische Konsequenzen

 

Gentechnologische Fähigkeiten/Kenntnisse und die genetische bzw. humangenetische Erkenntnis: Konflikte schneller Technikentwicklung und praktischer Anwendung im komplexen biologischen Kontext (Analogien: z. B. Metallbearbeitung Waffen/Pflugscharen, Kernenergie).

Risiken der vom Menschen gesteuerte Eingriffe in komplexe genetische Regulationssysteme (u.a.: Menge, Ort, Zeit, Plastizität, Redundanz, Selektionsvorteile rezessiver Krankheitsgene).

Technologische Fähigkeiten der Genmanipulation und das Problem der Kenntnis der komplexen Biologie.

Es gibt keinen besten Normgensatz; es gibt viele Varianten von Genen.

Das Schuldproblem bei „schlechten“ Gene.

Interessenslagen der Anwendung  gentechnologischer Möglichkeiten (u.a.: staatliche Interessen: genetischer Fingerabdruck;  individuelle Interessen: Kinderwunsch nach Maß).

Die Humangenetik mit ihrem Bezugssystem des hilfesuchenden Individuums nimmt primär die gentechnisch diagnostischen und weniger die genmanipulativen Möglichkeiten wahr.

 

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